Katastrophenschutz


Dem Orkan „Kyrill“ verdankten 34 Zugreisende ein abruptes Ende ihrer Fahrt im Bahnof Ceska Kubice, etwa fünf Kilometer vor Furth im Wald. Der Zug, dessen Ziele ursprünglich Schwandorf/Nürnberg bzw. Regensburg/München geheißen hatten, hätte zwar ohnehin in Furth im Wald Halt machen müssen, doch hinderten ihn mehrere Bäume über den Gleisen selbst dieses Ziel zu erreichen. Somit stellte sich den Helfern des BRK die Aufgabe, für die Reisenden eine Notunterkunft bereit zu stellen. Nach Ermittlung der Gesamtlage wurde festgelegt, dass für die Reisenden eine Unterkunft in der Dreifachturnhalle vorbereitet werden kann. Die SEG-Betreuung übernahm diese Aufgabe und organisierte zugleich den Transport der Reisenden vom Bahnhof Furth zur bereitgestellten Unterkunft. Dieser Teil sollte zwar eigentlich durch die DB sichergestellt werden, doch konnte die Strecke zwischen den beiden Bahnhöfen nicht ausreichend frei geräumt werden. Daraufhin wurde kurzerhand ein Transportkonvoi zusammengestellt, der Grenzübergang verständigt und die Ausreise nach Tschechien angetreten, um die Reisenden per Auto abzuholen. Nach einer unproblematischen Grenzüberschreitung wurden Reisenden in Ceska Kubice übernommen.

Die Erleichterung stand ihnen förmlich ins Gesicht geschrieben, weil ihre mehrstündige Wartezeit nun ein Ende hatte. Noch während die Registrierung durch die UG SanEl erfolgte, wurde durch die SEG-Betreuung nachts um 01.30 Uhr eine ausreichende Verpflegung organisiert, da die Reisenden seit Stunden nichts mehr zu essen und trinken bekommen hatten. Von den 24 Betroffenen konnten 2 Personen mit einem PKW nach Haus fahren, zwei weitere wurden in ein Hotel verbracht (die Unterkunft war ihnen zu bescheiden!). Die restlichen 20 Reisenden nahmen ihr Essen zu sich und freuten sich sichtlich über die gute Organisation ihres Nachtlagers. Eigentlich sollte die Reise am nächsten Morgen weitergehen, doch erreichte die Nachtwache die Nachricht, dass vermutlich erst gegen Mittag der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden kann. Kurzerhand wurde für die Reisenden ein Frühstück organisiert. Anschließend wurden die Reisenden mittels Kleinbussen von der SEG-Betreuung, der Grenzpolizei und der Bundespolizei zum Bahnhof Furth gebracht, wo sie im bereitstehenden Zug die Weiterfahrt abwarteten. Das BRK war mit 11 Einsatzfahrzeugen und 23 Einsatzkräften im Einsatz.